Selfmakers
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Making Of "Pam"
Hier möchten wir in kurzen Schritten zeigen, wie unsere Wasserpfeife zustande gekommen ist. Die Idee eine
Shisha selber zu bauen kam uns (besser gesagt dem Meister aller Pfeifen: Le Mitch) während einer unserer
zahlreichen Shisha Sessions irgendwann in der 12ten (also 2001).
Um eine Shisha selber bauen zu können braucht man natürlich erstmal eine Vorstellung, wie eine Wasserpfeife
funktioniert und aufgebaut ist. Wenn man das rausbekommen hat, was natürlich nicht so schwer ist (siehe
auch 'shisha - kult(ur)'), erkennt man, dass der Pfeifenhals das größte Problem
darstellt. Da wir unbedingt einen Pfeifenhals aus edlem Mahagoniholz haben wollten, der zu alledem rund und
mit Verzierungen versehen sein sollte, stellte sich die Frage, wie wir das anstellen sollten.
Hier kommt die "Schreinerei Schmon" ins Spiel, der wir auf diesem Weg ein recht herzliches Dankeschön
für die hervorragende Arbeit ausrichten möchten. Sie hat uns sowohl die Materialien (also ein circa 1,20 m
langes Stück Mahagoni-Holz) als auch die Geräte (Fräsen, Sägen, Drechselbank...) zur Konstruktion der Pfeife
zu Verfügung gestellt.
Die Konstruktion erwies sich als nicht ganz so einfach, wie zuerst gedacht.
Schon das Durchbohren des ca. 1m langen Halses stellte ein Problem dar, da wir keinen 1m langen Bohrer zur
Verfügung hatten. Somit beschlossen wir das Holz der Länge nach aufzusägen. In die beiden Hälften wurde nun
jeweils in der Mitte eine ca. 2 cm breite Rinne hinein gefräßt. Danach wurden die beiden Hälften wieder
zusammengeleimt. Nachdem das gute Stück getrocknet war, konnte es weiter mit der Drechselbank bearbeitet
werden. Hier nahm sie ihre runde Form an und bekam jede Menge Verzierungen.
Als sie unserer Meinung nach endlich die perfekte Form angenommen hatte, folgten die komplizierten Bohrungen für
unser eigens entwickeltes 4-Schlauch-Klick-System! (siehe Bilder weiter unten) Hierfür mussten vier
komplizierte und gezielte Bohrungen, die nicht ohne Risiko waren, durchgeführt werden! Die außerordentliche
Schwierigkeit lag darin, dass jeweils zwei Bohrungen an jeweils zwei Seiten aufeinander treffen mussten. Dabei
war immer zu beachten dass man mit dem Bohrer nicht durch die 'Außen-Wand' der Shisha bricht. Mit viel
handwerklichem Geschick und äußerst präzisen Rechnungen, die sowohl Mathe-Gk'ler, als auch Lk'ler in die Knie
zwangen, hat es aber schließlich auf Anhieb geklappt. Zudem spielte natürlich auch das Glück eine nicht
unwesentliche Rolle! :-)
Nachdem das alles erledigt war ging's zum nächsten Schritt. Nun konnte unser eigens entwickeltes System
ergänzt werden. Dafür braucht man ein Doppelgewinde (in jedem Baumarkt zu kaufen), das an jeden Ausgang
aufgeschraubt wird. Auf das außen liegende Gewinde wird nun ein Schlauchverteilerstück eines namhaften
Gartengeräteherstellers aufgeschraubt, wie man im Bild weiter unten erkennen kann. So nun braucht man nur noch 4
passende lange Schläuche (ebenfalls im Baumarkt zu haben). Wir haben uns zuerst für einfache durchsichtige
entschieden, die aber vielleicht mit der Zeit durch richtige Shisha Schläuche aus Kautschuk oder Leder mit schönem
Mundstück ersetzt werden. Das berüchtigte und einmalige, geniale so wie einzigartige (natürlich ohne dick
auftragen zu wollen) 4-Schlauch-Klick-System ist weiter unten zu bewundern.
So. Der Pfeifenhals wäre geschafft! Schläuche haben wir auch. Jetzt fehlen nur noch zwei essentielle Dinge: Die
Bowl, wo das Wasser reinkommt und natürlich der Tabaktopf. Eigentlich sollte das Glasgefäß kein Problem sein, aber
eine Vase zu finden die genau den Durchmesser hat, dass unsere 'Pam' auch draufpasst, kann schon mal einen ganzen
Tag dauern und durch 4 verschiedene Möbelhäuser führen. Wir haben aber glücklicherweise die perfekte Vase gefunden.
Das war nicht einfach denn, die Pfeife sollte ja möglichst luftdicht sitzen, stabil stehen und Wasser + Eis sollte
auch noch hineinpassen!
Für den Tabakkopf sind wir zur nächst besten Töpferei gegangen und haben ein extra großen Topf anfertigen lassen,
der genau den Durchmesser unseres Pfeifenhalses hat und wo die Extra-Portion Tabak reinpasst.
Ihr sagt euch jetzt sicher, dass man sich für das Geld, das wir für die 'Pam' rausgepfeffert haben, vier schöne
4-Schlauch-Shishas hätte leisten können. Und das ist sicherlich richtig - der ganze Spaß hat uns bestimmt 100 -
150 € gekostet - aber uns ging's nicht darum zu viert rauchen zu können sondern die Dimensionen selber bestimmen
zu können (Größe der Pfeife, des Topfes...). Außerdem war das Selberbauen der Heidenspaß schlechthin.
Somit kann man sich sicher vorstellen, dass es was ganz Besonderes ist, die 'Pam' zu vernaschen. Und wenn man sie
einmal geraucht hat und am eigenen Leib erfahren hat wie gut sie abgeht (und ich meine wirklich gut!), weiß man
dass sich alle Kosten und Mühen gelohnt haben! |
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Der Anfang: Es musste ein schönes Holz gefunden werden... |
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...was wiederum gar nicht so einfach ist! |
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Zusammenleimen der beiden Hälften... |
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...und nach dem Trocknen ab auf die Drechselbank! |
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Hier muss das Holz geschliffen werden, dass es so glatt wie
möglich wird. |
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Die Bohrung für die Schlauchanschlüsse! |
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Das Schwierigste überhaupt: Die Bohrung von unten für die
Ausgänge... |
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...mit dem längsten Bohrer den wir finden konnten... |
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...geschafft! An der richtigen Stelle herausgekommen. |
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Aufräumen nicht vergessen! |
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Lustige Spielchen mit der Luftdruckpistole. |
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Das einmalige 4-Schlauch-Klick-System! |
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Making Of "Der Dampfhammer"
Angefangen hat es 2004 mit einer unscheinbaren Ebay Auktion, bei der ich das "hässlicheb Entlein" für
schlappe 14,73 € erworben habe. Als die Pfeife bei mir ankam, war ich aber ein bisschen enttäuscht. Sie hatte zwar
ein sehr schöne Form, war aber mit Grünspan und sonstigem Unfug geradezu übersäht. (Beim Putzen kamen
Zentimeter-große harte Klumpen aus der Bowl !?) Der Schlauch war sowieso unter aller Sau und ein Teller oder Töpfchen
fehlte völlig! Folglich war sie also erstmal un(b)rauchbar! Und das ist natürlich ein bisschen blöd für ne Shisha.
Also stand sie erstmal ein halbes Jahr unnütz in der Ecke und hat vor sich hingegammelt. Irgendwann tat sie mir
aber leid und so hab' ich beschlossen die "jute Peep" mal herzurichten. Aber wie kriegt man den Grünspan
richtig weg? |
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So kam die Pfeife bei mir an! |
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Also erstmal mit nem Messingschleifer... |
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...ordentlich blank polieren. |
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...und die Säule in den Essig. |
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Ergebnis nach einem Tag Einlegen! |
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Nun da gibt's verschiedene Theorien. Die einen probieren es mit irgendeiner Salz-
oder Zitronenpampe, andere versuchen es mit Kohlepulver und wieder andere schwören auf Essig. Wobei es wahrscheinlich
noch viel mehr Leute gibt, die der Meinung sind, Essig sei dem Grünspan förderlich und würde das Messing - aus dem
die Pfeife besteht - angreifen. Ich hab es trotzdem mit Essig probiert und ganz eigene Erfahrungen gemacht!
Als Erstes habe ich die Pfeife komplett auseinander geschraubt und mit richtig "Schmakes" durchgebürstet.
Außerdem wurden die Teile von Außen grob mit einer Messingbürste (Aufsatz für die Bohrmaschine) von Farb- und
Schmutzresten befreit. Anschließend wurden alle Teile einen Tag lang in Essig eingelegt, was meiner Ansicht nach
eine sehr wirkungsvolle Methode ist. Es stimmt zwar wirklich, dass der Essig mit dem Messing der Shisha neuen
Grünspan bildet, allerdings nur dort wo noch Sauerstoff mit im Spiel ist - also dort wo die Teile der Shisha aus dem
Essig "rausschauen". Dieser "neue" Grünspan ist jedoch ganz einfach abzukratzen, geht also
problemlos weg. Der ursprünglich vorhandene Grünspan wurde von dem Essig allerdings vollständig entfernt. Dies sieht
man auch daran dass der Essig nun um so grüner ist. Die Shisha ist nun also vollständig vom Grünspan befreit. Dass
das auch so bleibt, hab' ich sie wieder durchgeschrubbt, diesmal mit Seife, und danach einen Tag in Wasser
eingelegt.
Nach dieser Schönheitskur war die Shisha zwar von jeglichen Unreinheiten befreit, hatte aber überall helle und dunkle
Verfärbungen. Dies ist ein Nebeneffekt des Säuberns mit Essig bei Messingpfeifen.
Allerdings war das nicht weiter schlimm, da ich mich dann dazu entschieden hatte, das gute Stück anzumalen. Dafür bin
ich in den nächsten Baumarkt und hab dort Ofenrohrlack gekauft. Dieser hält Temperaturen bis zu 180°C aus, was für
eine Shisha bestimmt nicht verkehrt ist. Also musste ich nur noch die Pfeife sauber abwischen, damit sie fettfrei ist
und konnte dann ordentlich mit dem Pinsel drüber gehen.
Zu guter Letzt benötigte ich natürlich noch einen Schlauch, sowie ein passendes Töpfchen. Diese hab' ich dann
allerdings nicht selber gemacht, sondern - um die Schönheit der Pfeife noch zu unterstreichen - bei namhaften
Online-Shops bestellt. |
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...hat allerdings unschöne Verfärbungen! |
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Also hilft nur noch anmalen! |
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Ja, Alles in Allem war es eigentlich nicht viel Aufwand, aber das kann man ja vorher
nicht wissen. Auf jeden Fall habe ich jetzt für relativ günstiges Geld eine qualitativ hochwertige und einmalige
Shisha, die sich wunderbar rauchen lässt. Bilder hierzu folgen in Kürze... |
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